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BUND Naturschutz Forschung Nr. 10

Artikel-Nr.: 26189100

 

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BUND Naturschutz Forschung Nr. 10

„Voneinander lernen – von Umweltkonflikten zu Lösungen: deutsch-japanische Begegnungen"

Der Bund Naturschutz in Bayern kooperiert seit Jahren mit der Fukuoka Natur- und Umweltschutzvereinigung Kyushu, einer kleinen japanischen NRO auf der südlichen Hauptinsel Japans. Dieser Austausch konnte mit japanischen Gästen bei einer Tagung mit der Evangelischen Akademie Tutzing und einer anschließenden Studienfahrt vertieft werden. Diese führte von der BN-Bildungsstätte Wartaweil am Ammersee über verschiedenste Stationen bis zum Nationalpark Bayerischer Wald und ins Bildungszentrum nach Wiesenfelden. Aus diesen Begegnungen in Tutzing und unterwegs entstand ein Werkstattbericht zum interkulturellen Lernen.

Ein Kernstück der Veröffentlichung sind Erfahrungsberichte der Begegnungen von gemischten japanisch-deutschen Autorenteams junger Erwachsener, die ihre Eindrücke dieser Woche gemeinsam verarbeiteten. Ergänzt wird dies durch Erfahrungsberichte eines entsprechenden Austauschs beim Freiwilligen ökologischen Jahr.

In den anderen Beiträgen wird vergleichend auf die Bedingungen von Umweltorganisationen in Japan und Deutschland eingegangen. Unterschiede in der politischen Struktur sind dafür ebenso kennzeichnend wie Unterschiede im rechtlichen Rahmen und den naturräumlichen Bedingungen. Zur Geschichte der Zusammenarbeit von BN und der japanischen NGO gibt es einen eigenen Beitrag. Daneben stehen Beiträge zu Erfahrungen in der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Japan und Deutschland. Wasser, Wald, Wildnis, Naturschutz, Klima – unterschiedlichste Themen werden behandelt.

Ein weiteres Kernstück der Publikation sind Beiträge japanischer Autorinnen und Autoren zum Verständnis von Umwelt und Natur in Japan und Deutschland. In der Publikation wird eine Zusammenarbeit von Umwelt- und Naturschutzvereinigungen von unten beispielhaft vorgestellt und durch die Erfahrungsberichte plastisch nachvollziehbar. Im Austausch können wir auf der Sachebene – ob Solarenergie oder im Bereich Mobilität – ebenso voneinander lernen wie zu Fragen der Organisation von Umweltinteressen. Zugleich wird der Verständigungsprozess nachvollziehbar: Gängige Klischees versperren die Sicht, ebenso wie exotisierende Bilder. Im Austausch mit der anderen Kultur kann man viel über das Eigene lernen. Neugier und Offenheit für die andere Kultur, wie es insbesondere die jungen Erwachsene zeigten, kann neue Blickwinkel eröffnen.

Die Publikation erscheint parallel auf japanisch. Sie ist ein Beitrag zur „UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung". Ihr spezifischer Beitrag dazu ist: Nachhaltige Entwicklung braucht Verständnis kultureller Unterschiede. Verständigungsprozesse über Eigenes und Fremdes, Berührungspunkte ebenso wie Distanz, brauchen ihre Zeit.

Shingo Shimada, Martin Held, Kenji Toyota und Hubert Weiger (Hg.): Voneinander lernen – von Umweltkonflikten zu Lösungen. Deutsch-japanische Begegnungen. Bund Naturschutz Forschung Nr. 10, Juni 2008. 137 S. (DIN A4), 9,80 Euro, BN Verlag, Lauf.